In Social Media Today befasst sich Laurent Francois mit seinem ersten persönlichen Kontakt kritisch mit Google Buzz:

…while I was connecting on GMAIL, I discovered the thousands of conversations through Google Buzz. Whereas I did not mention at all that I wanted this tool. Whereas privacy settings were about to be considered as hidden.

The thing is that for the very first time, I did not control the hub I was: because Google did it for me.

Der Kritikpunkt von Laurant Francois trifft den Kern von Google Buzz und stellt sowohl Google Buzz als Social Media in Frage als auch die Eignung von Google für Social Media:

  • Social Media basiert auf der freiwilligen wie selbstbestimmten Kommunikation zwischen Menschen. Die Menschen entscheiden sowohl, mit wem sie kommunizieren und wer diese Kommunikation verfolgen darf.
  • Google installiert unter dem Begriff Social Media einen Mechanismus, in dem die Kommunikation Einzelner in und mit deren soziale Netze benutzt wird um zum Vorteil des Unternehmens Google Reichweite und Aktivität zu generieren.

Wer in die die Selbstbestimmung der Menschen über ihre Kommunikation eingreift – und zu dieser Selbstbestimmung gehört auch selbst entscheiden zu können, wer an dieser Kommunikation teilnimmt – sollte dies besser nicht unter dem Etikett Social Media praktizieren.

Das Google vor der Notwendigkeit steht, Teil der sozialen Welt im Netz zu werden und entsprechende Anstrengungen unternimmt ist logisch, verständlich und begrüßenswert. Auf diese Weise demonstriert Google allerdings eher mangelndes Verständnis für Social Media.

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One Response to Lesenswert: The day social became anti-social: Trust, Ethics and Google Buzz

  1. Stefan Lerner sagt:

    Nun gehen auch schon die Bürgerrechtler auf die Barrikaden… 😉

    „Die amerikanische Kartell- und Wirtschaftsaufsicht FTC soll Google Buzz unter die Lupe nehmen. Das wollen zumindest amerikanische Bürgerrechtler, sie haben Beschwerde gegen den Networking-Dienst eingelegt. Google gesteht derweil Fehler ein: Der Dienst sei vorab nicht hinreichend geprüft worden.“

    17.02.2010, SPIEGEL Online
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,678475,00.html