Meinestadt.de ist ein Städteportal das vor allem als Branchenverzeichnis genutzt wird. Die Plattform ist in Deutschland aktiv und nicht ganz das was man ein Beispiel dynamischen Wachstums bezeichnet. Die täglichen Nutzer der Plattform schwanken um die 300 Tausend User. Das ist sicher nicht wenig.

Meine Stadt bündelt allgemeine Informationen aus der Stadt, das angesprochene Branchenverzeichnis, diverse Börsen (Ausbildung, Job, Automobil, Immobilien) und lokale Nachrichten. Es ist nach Angaben der früheren Betreiber profitabel. Mit der Übernahme der Allesklar AG übernimmt Axel Springer Digital Classifieds. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt.

Die Frage ob diese Erwerbung Sinn macht, dürften Käufer und Verkäufer unisono bestätigen. Interessanter ist, für welche der beiden Parteien des Deals dieser mehr Sinn macht.

Der Wert einer Stadt- oder Städteplattform oder warum dieser Deal Sinn machen kann.

Verzeichnisse und Börsen sind so wertvoll wie ihre Nutzung. Wenn wir die Entwicklung der daily unique users als Messlatte nehmen, wächst die Nutzung der Plattform zumindest nicht spürbar. Ob eine Internationalisierung dieses Geschäftsmodells Sinn macht, ist ein Thema für sich. Worin könnte also der Reiz von meinestadt.de für Axel Springer liegen?

Sind es die Börsen? Oder ist es eher die Möglichkeit mit einem moderaten Ausbau lokaler Nachrichten eine Plattform zu nutzen, die redaktionell gesehen unterhalb der regionalen Medien rangiert aber deren Ertragsquellen nutzt.

Gelänge es die Nutzung der einzelnen Städteplattformen habituell werden zu lassen, könnte dieser Kauf den regionalen und lokalen Tageszeitungen in absehbarer Zeit größeres Kopfzerbrechen bereiten. Allerdings könnte dieser Schachzug trotz aller interessanter Aspekte ein Opfer der Dynamik der Entwicklung werden, sprich zu spät kommen. Go local ist eben nur ein Aspekt. Go social und go mobile sollten diesen Schritt begleiten bzw. folgen.

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One Response to Axel Springer kauft meinestadt.de

  1. emsing sagt:

    Man hat vergessen, dass meinestadt.de überwiegend den lokalen und Deutschlandweiten Stellenmarkt in Deutschland betreut. Dort wird ein Teil des Geschäftes und Portal als <Umsatzes mit generiert. Das ist lukrativ für den Springer Verlag. Zumal man ja schon Stepsstone in Düsseldorf und Kiel mit im Boot hat. Wo angeblich die meisten Stellenanzeigen geschaltet werden.
    Wenn du in Firmen nachfragst wo die meisten Bewerbungen her kommen. dann hörst du aber " Von meinestadt.de". Die Kunden und Personalentscheider vertrauen auf diesen Stellenmarkt weil er nah an der Haustür der Bewerber ist. Das ist für die Entscheider das wichtistgste und für die Bewerber macht es die Entscheidung leichter,sich für ein Unternehmen ortsnah zu entscheiden.
    Mögen wir hoffen, dass es eine gute Entscheidung war sein Lebenswerk an diesen schon großen Konzern zu verkaufen. Ps. Harren wir den Dingen die da kommen mögen.