Jerry Owyang stellt die These auf, das eMail als soziales Netz größer sei als Facebook und beruft sich dabei darauf, daß

  • eMail Nutzer bei eMail Providern wie googlemail, yahoo und anderen ebenfalls Profile angelegt hätten.
  • soziale Netze durchaus privater Natur sein können.
  • die Profile von eMail Nutzern öffentlich zugänglich sind.

Dies ist in der Sache richtig, der Knackpunkt dieser These liegt aber in der Entstehung dieser „Profile“. Als eMail Nutzer muss ich mich registrieren und Angaben zu meiner Person machen. Diese Angaben bilden dann mein Profil. Ich bin gezwungen ein Mindestmaß an Informationen über mich zu hinterlegen, um den eMail Dienst nutzen zu können.

Profile, die auf diesem Weg produziert werden, dienen nicht der Selbstdarstellung. Sie sind all zu oft auch nicht zutreffen, oder gar vollständig. Wie viele davon würden angelegt werden, wenn dies keine Voraussetzung für die Nutzung eines eMail Dienstes wäre? Wie viele dieser Profile werden aktualisiert und gepflegt?

Den Kriterien von Jerry wäre die Selbstverständlichkeit hinzuzufügen, das diese Profile als Instrument der Selbstdarstellung verstanden und angelegt sein sollten, nicht als Teil eines Registrierungsprozess um eine andere Leistung nutzen zu können.

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One Response to eMail als soziales Netz?

  1. […] soziale Netzwerk darstellt. Darüber ob eMail ein soziales Netzwerk darstellt, kann man geteilter Meinung sein. Gmails ca 150 Mio eMail accounts sollen jetzt als Basis der neuen sozialen Plattform dienen. […]